Die Veränderung steuern - Warum Change Management so wichtig ist

8.6.2022

von

Con Cubo

Krisen, Kriege und Lieferengpässe sind nur einige Zäsuren, die unsere Geschäftswelt und Marktumfeld vermeintlich von einem Tag auf den anderen auf den Kopf stellen. Veränderungen werden mehr und mehr zum Alltag für Organisationen und Unternehmen. Und eigentlich stehen Unternehmen und Unternehmer:innen täglich an der Schwelle zum nächsten Change. Idealerweise bin ich in einer solchen Situation als Führungskraft vorbereitet und kann so die Veränderung aktiv mitgestalten, ich werde also nicht verändert sondern verändere proaktiv meine Organisationseinheit.

Was ist eigentlich Change Management?

Und genau da sind wir schon bei der zentralen Anforderung an Change Management. Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert Change Management als die laufende Anpassung von Unternehmensprozessen an veränderte Rahmenbedingungen (Prof. Dr. Gerhard Schewe, Gabler Wirtschaftslexikon 2018). Change Management beschreibt den professionellen Umgang mit Veränderungen (R. Bergmann, M. Garrecht, Organisation und Projektmanagement, 2016, S. 205). Dabei stellt sich zunehmend die Frage nach einem angemessenen Management vor dem Hintergrund eines sich kontinuierlich wandelnden Umfelds (ebd., S. 209).

Die Bedeutung eines professionellen und strategischen Change Managements ergibt sich vor allem aus der Involviertheit und den Auswirkungen auf Mitarbeitende. Veränderungen einer Organisation bedeuten immer auch Veränderungen für den Einzelnen und die können durchaus einschneidend sein:

Neue Prozesse oder Strukturen, der Einsatz neuer Technologien oder die Entscheidung gegen einen kompletten Geschäftszweig können für einzelne Mitarbeitende zu einer neuen Rolle, neuen Aufgaben, einem neuen Arbeitsort, neuer Verantwortlichkeiten aber auch dem Wegfall des eigenen Arbeitsplatzes führen. All diese Auswirkungen gilt es zu managen und zwar nicht „nur so nebenbei“ sondern im Rahmen einer professionellen Kommunikation über die Veränderung mit den Beteiligten. Denn so platt und einfach es klingt: Change Management ist in aller erster Linie People Management und People Management bedeutet Kommunikation (Doppler, K., & Lauterburg, C. (2014). Change Management : Den Unternehmenswandel gestalten. Campus Verlag).  

So umfasst Change Management nicht nur die Maßnahmen zur konkreten Umsetzung der Veränderung sondern auch die Strukturierung und Vernetzung der unterschiedlichen Anforderungen und Interessen verschiedener Stakeholder innerhalb und außerhalb der Organisation.

Wer jetzt denkt, nur alt eingesessene, große Traditionsunternehmen mit über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen und Prozessen müssten sich über ein professionelles Change Management Gedanken machen, irrt sich.

In einer Welt, in der die nächste Veränderung immer nur einen Wimpernschlag entfernt ist, ist es für jede Organisation elementar und von existentieller Bedeutung, auf eben diesen ständigen Change vorbereitet zu sein und ihm idealerweise sogar einen Schritt voraus zu sein.

Denn was passiert denn, wenn uns genau das nicht gelingt, wenn der Wandel uns überrumpelt und wir unkoordiniert nur noch reagieren und Feuer löschen können?

Veränderung bedeutet immer auch, bekannte Routinen aufzubrechen und neue Vorgehensweisen zu implementieren und zu erlernen. Mitarbeitende, die sich auf diesem Weg nicht ausreichend abgeholt und mitgenommen fühlen, sind schnell verunsichert und unzufrieden. Das wirkt sich nachweislich auf ihre Produktivität und damit auf die Performance der gesamten Organisation aus und kann im schlimmsten Fall zu einer Kündigungswelle hochqualifizierter und gut eingearbeiteter Mitarbeitenden führen. Wo Kommunikation und Information fehlen, entsteht Platz für Gerüchte und diese erzeugen Zweifel und Angst, ein destruktives und demotivierendes Klima entsteht in der Organisation.

Was also können Organisationen tun, um vor dem Hintergrund des kontinuierlichen Changes zukunftsfähig und erfolgreich zu bleiben?

Der erste und wichtigste Faktor hier liegt in der Erkenntnis der Bedeutung von Change Management. Insbesondere die Unternehmensführung muss ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass Wandel und Veränderungsfähigkeit entscheidende Bedingungen für den langfristigen Erfolg einer Organisation sind. Für ein professionelles Change Management müssen Ressourcen geschaffen oder freigegeben werden, die vielleicht kurzfristig Kosten bedeuten, langfristig aber die Stabilität der Organisation sichern.

Ein Schritt auf diesem Weg kann es sein, innerhalb des Management-Teams regelmäßig die eigene Change Situation zu analysieren:

  • Befinde ich mich gerade im Change?
  • Welche Veränderungen stehen bevor?
  • Auf welche Entwicklungen kann/sollte/muss sich mein Team oder die gesamte Organisation vorbereiten?

So gewinnt das Führungsteam einen Überblick über die eigene Veränderungsfähigkeit und kann Verbesserungspotentiale identifizieren.

Erfolgreiche Organisationen verstehen Wandel und Wandlungsfähigkeit als tägliche Herausforderung und Chance gleichermaßen. Indem Mitarbeitende und Führungskräfte das eigenen Unternehmen ganzheitlich verstehen und insbesondere das Management Innovationsbereitschaft und Flexibilität vorlebt und fördert, gelingt es Unternehmen, sich langfristig zukunftsfähig aufzustellen und genau hier liegt die Bedeutung eines professionellen und sinnvoll vorbereiteten Change Managements.

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