Rollen in einem Team: Wen dein Team wirklich braucht, um erfolgreich zu sein

24.10.2022

von

Con Cubo

Wer ist eigentlich in deinem Team und was benötigen diese Menschen, um ihre Aufgabe effizient zu erledigen?

Als Teamleitende ist es unsere Aufgabe, unserem Team dazu zu verhelfen, das Maximum aus den gegebenen Ressourcen herauszuholen und das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Die wichtigste dieser Ressourcen ist dabei in der Regel das Team selbst. Umso wichtiger also, uns vor Augen zu führen, welche Persönlichkeiten in diesem Team vereint sind.

Modelle wie das Teamrollen-Modell von Belbin, der MTR-i (Management Team Role indicator) nach Myers oder das Team Management System von Margerison und McCann sind nur einige Modelle, die sich mit der idealen Zusammensetzung von Teams auseinandersetzen. Trotz unterschiedlicher Herangehensweise und Schwerpunkten lassen sich doch gemeinsame Aussagen identifizieren, die dir für den Aufbau und die Unterstützung deines erfolgreichen Teams weiterhelfen.

Die wichtigste gemeinsame Aussage ist wohl, dass ein erfolgreiches Team aus einer Vielfalt an sich gegenseitig ergänzenden Rollen und Fähigkeiten besteht.

Es braucht also für das erfolgreiche Erreichen eines Team-Ziels nicht (nur) ein Maximum an fachlicher Expertise, sondern auch zahlreiche weitere Funktionen und Kompetenzen, die sich auf insgesamt acht verschiedene Schwerpunkte aufteilen lassen:

Ideengeber:innen, die den Status quo auf den Prüfstand stellen und neue Impulse und Lösungsansätze geben

Macher:innen, die erforderliche Maßnahmen umsetzen, ein ausgeprägtes Hands-on-Mindset mitbringen und auch keine Scheu von schwierigen Aufgaben haben

Kommunikator:innen, die mit ihrer hohen Kommunikationsfreude andere begeistern und Ideen vermarkten. Sie sorgen außerdem für eine reibungslose Kommunikation im Team

Netzwerker:innen, die ein großes Kontaktnetzwerk mitbringen und dadurch neue Informationen einsammeln und als Inkubator im relevanten Umfeld deines Teams fungieren

Entscheider:innen, die „das große Ganze“ sehen und bereit sind, Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen

Qualitätsmanager:innen, die einen Blick fürs Detail mitbringen und dafür sorgen, dass Aufgaben gründlich und nach Plan erledigt werden

Expert:innen, die anhand ihres Fachwissens Umsetzungschancen bewerten, den Markt überblicken oder Prototypen entwickeln können

Organisator:innen, die zielorientiert planen und dafür sorgen, dass Deadlines eingehalten werden und jedes Teammitglied weiß, was zu tun ist.

Das soll nun nicht bedeuten, dass du dein komplettes Team über den Haufen werfen und acht Mitarbeitende entsprechend dieser Teamrollen einstellen sollst. Das ist erstens unrealistisch und würde außerdem bedeuten, dass du für jede Aufgabe und jedes Projekt einen neuen Recruiting-Marathon laufen müsstest, um jedes Mal die passenden Expert:innen oder Netzwerker:innen anzusprechen.

Vielmehr geht es darum, die unterschiedlichen Persönlichkeiten und Stärken deines Teams zu identifizieren und zielführend miteinander zu vernetzen.

Dabei können einzelne Mitarbeiter:innen selbstverständlich auch mehrere der Rollen übernehmen. Häufig sind zum Beispiel sorgfältige Qualitätsmanager:innen auch gleichzeitig gut strukturierte Organisator:innen, Expert:innen bringen neue Ideen ein oder treffen Entscheidungen, Netzwerker:innen begeistern das eigene Umfeld und vernetzen aber auch das eigene Team sinnvoll und setzen Maßnahmen gemeinsam um.

Beobachte, in welchen Aufgaben die einzelnen Teammitglieder besonders aufgehen und in welcher der Funktionen dein Team vielleicht noch Unterstützung benötigt. Achte bei der Rollenverteilung auch darauf, was deine Teammitglieder sonst noch mit an den Tisch bringen: Häufig prägen auch unsere privaten Rollen und Interessen unsere Stärken: Eltern sind es gewohnt, verschiedene Termine und Interessen unter einen Hut zu bringen und zeichnen sich auch im Privaten oft als wahre Organisationstalente aus, Vereinsvorsitzende bringen Führungsqualitäten mit und sind geübt darin, Entscheidungen zu treffen und die Mannschaftssportler:innen bringen oft ein großes Netzwerk mit,… Diese Liste lässt sich beliebig erweitern und ist natürlich viel individueller als diese stereotypen Rollenbilder, aber ich denke, die Grundidee wird klar.

Neben Klarheit über die unterschiedlichen Charaktere - auch aus den privaten Rollen deines Teams - beeinflussen natürlich auch die unterschiedlichen Rollen, die wir im Berufsalltag erfüllen, unsere Produktivität und Leistungsfähigkeit. Auch diese solltest du dir vor Augen führen, um realistische Anforderungen an dein Team zu stellen. Stell dir daher regelmäßig die Frage, welche Aufgaben und Verantwortlichkeiten deine einzelnen Teammitglieder gerade erfüllen. Sind sie neben den Aufgaben in deinem Team noch in anderen Arbeitsgruppen eingebunden? Übernehmen sie Verantwortung als Onboarding-Buddy? Wirken sie in Gremien mit oder erfüllen sie vielleicht Aufgaben für das Gemeinwohl, weil sie zum Beispiel sicherstellen, dass der Büro-Kaffee rechtzeitig nachbestellt wird?

Egal wie klein oder groß diese Aufgaben und der damit verbundene Zeitaufwand sind oder erscheinen mögen, wichtig ist, dass du dir als Teamlead bewusst machst, wenn Mitarbeitende noch weitere Hüte aufhaben.

Denn nur so kannst du tatsächlich realistische Anforderungen stellen, mit denen dein Team sich wirklich gesehen fühlt.

Ein erfolgreiches Team ist charakterisiert durch die Vernetzung von einander ergänzenden Fähigkeiten, mit deren zielgerichteten Einsatz die einzelnen Teammitglieder mehr erreichen können, als die Summe ihrer Einzelleistungen. Es hat schließlich auch noch niemand versucht, mit elf Torleuten ein Fußballspiel zu gewinnen. Als Teamleitung übernimmst du in der Rolle des Trainers die Verantwortung dafür, die einzelnen Positionen sinnvoll mit den passenden Akteur:innen zu besetzen, in der alle ihre Bestleistungen abrufen können.

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